rendering musikhaus innsbruck

An einer markanten Stelle im Zentrum Innsbrucks wird ein Musikhaus für die Bürger Innsbrucks gebaut. In dieser neu zu schaffenden  Hülle mit entsprechendem Raumprogramm kommt das lebendige Leben der Menschheit mittels des Musikalischen und des Theatralischen zum Ausdruck. Das Leben wird immer für die menschliche Wahrnehmung ein Geheimnis bleiben und nicht vollständig rational erklärbar sein. Kann diese Mystik durch Architektur vertieft werden ?

Auf der Suche nach der stimmigen Antwort auf   die Besonderheiten dieses Ortes und den kontextuellen Gegebenheiten ist ein Bild entstanden von einer Architektur als einem fugenloser, kristalliner Stein, ein geheimnisvoller Stein der die einmalige Gelegenheit bekommt, die lebendigen Schattenspiele der Schwarz-Kiefer, der Säuleneiche und der Blutbuche im Licht  der untergehenden Westsonne auf seinen polierten Materialoberflächen zu spiegeln. Hier trifft der architektonische Moment mit der Ewigkeit der Natur zusammen und modelliert je nach Jahres- und Tageszeit  die Architektur immer wieder neu.

Die Architektur will mit ihrer zurückhaltenden Erscheinung und den Kontrast der Materialien im Kontext die historischen Denkmäler die für die Identität der Innsbrucker wichtig sind stärken und vertiefen. Das Grundstück liegt quasi im Grünen in der Stadt. Umgeben von drei in die Jahre gekommen Bäumen( an die Stelle der Schwarzkiefer sollte unbedingt ein neuer Baum gepflanzt werden, sollte dieser nicht mehr überleben) und dem Hofgarten. Das Gebäude nimmt den Dialog mit ihnen auf, in es sie nicht nur baulich respektiert, sondern   das Spiel aufnimmt mit dem durch die Bäume gefiltertem Licht, außen wie im Inneren.

Das neue Musikhaus doggt mit Probesaal und Theatersaal an das Tiroler Landestheater an, die Bildungseinrichtungen gehören im wesentlichen der  Universitätsstraße, was diese wieder in ihrer Identität als geistiges Zentrum stärkt. Die Traufenhöhe von 14m aus der Universitätsstraße wird bis zum Landestheater gezogen, die westlichen Gebäudefrontlinien bleiben hinter der Flucht des Landestheaters und reagieren auf die drei Bäume.

Städtebaulich wird somit die Identität der Universitätstrasse als Straße und geistiges Zentrum gestärkt, die Bedeutung des großen Hauses in ihrer Wirkung bleibt erhalten und der Vorplatz, das offene Foyer zwischen Neubau und Hofburg bleibt großzügig nach Süden hin offen. Das Spiel mit Licht und Schatten in Verbindung mit der Vegetation entfacht die Mystik und wird bis ins Innere des Gebäudes gezogen. Aus dieser Lageobzession sind zwei polierte Steinkristalle entstanden zwischen einer lichtdurchfluteten Felsenschlucht, den Foyers und Kommunikationszonen.

Ein zweigeschossig hoher gedeckter Eingangsraum als Gelenk zwischen Universitätsstraße und Rennweg , in der exakten Flucht der Angerzellgasse markiert den Eingang mit Infopoint. Der Bau ist im Innern als kleine Stadt in der Stadt konzipiert, mit Innenhöfen, Galerien , Wegen, Plätzen, Schluchten und Vegetationen.