Raika Lembach

Lembach wurde um 1000 durch die Falkensteiner gegründet am Übergang über den „langen Bach“ woraus sich über „Lengenbach“ der Name Lembach herleitet. Der Ort hat heute Stand 2014 1556 Einwohner.

Die jetzige energetisch und gestalterisch zu sanierende und zu modernisierende Bank hat eine besondere Lage. Sie liegt am Marktplatz wie ein Gelenk zwischen diesem und der katholischen Pfarrkirche hl. Margarethe, also den Hauptidentifikationsankern der Lembacher Bürger. Der Marktplatz ist umgeben von denkmalgeschützten Bürgerhäuser aus dem 17ten und 18ten Jahrhundert mit farbigen und variationsreich gestalteten Fassaden.

Das Besondere an dem Bankgebäude ist nun, dass durch die Längsorientierung des Vorraumes die Servicezone für die Erledigung von nicht automatisierten Geldgeschäften unmittelbar zum Marktplatz orientiert ist. Ein Spiel mit der Wahrnehmung des Ortes kann der architektonische Reiz dieser Bank werden, ein Spiegel für den ehemaligen Marktplatz.

Platzspiegel

Die Einführung eines horizontalen Übergangs- und Eingangselementes markiert nun stimmig die neu gestaltete Bankzone des Gebäudes. Es ist ein Spiel zwischen der Vertikalität des Turmes der Kirche und der Säule am Marktplatz und der Horizontalität des neuen Eingangsbereiches. Rampen ermöglichen nun eine behindertengerechte Erschließung. Spiegelndes Glas nimmt den Dialog auf mit dem Marktplatz, der Vegetation und der historischen Säule.

In weiterer Folge ist zu untersuchen, inwieweit es möglich sein wird, das Gebäude zum Marktplatz aus statischen Gründen zu öffnen , den Innenraum zu vergrößern , einen Spiegel mit teils transparenten und nicht transparenten Glaspaneelen zu konzipieren , der die Wirkung des Marktplatzes nochmal vertieft. Die Nordorientierung meidet sommerliche Überhitzung und Blendungsprobleme.

In den Obergeschossen des Gebäudes können Mietwohnungen entstehen, wertvoller Lebensraum für junge Familien im ländlichen Raum.

In der Nacht ist eine dezente Lichtinszenierung mit moderner Ledtechnik möglich im Kontext des Marktplatzes. Ideen von regionalen Künstlern sollten miteinbezogen werden.